gastronews.wien schreibt über uns:

Wien (Culinarius) Das Weingut Ernst befindet sich in Deutschkreutz im Mittelburgenland, ganz im Osten des Landes direkt an der Grenze zu Ungarn, dabei ist es eher ausserhalb des Ortskernes in einer Seitengasse gelegen. Hier wurde in den letzten Jahren der Familienbetrieb schrittweise adaptiert und stellt heute sprichwörtlich ein echtes Garagenweingut dar. Die 8 Hektar Weinberge erstrecken sich über die besten Lagen – vom Hochberg bis zum Steinriegel – welche unter Weinliebhabern als echte Schmuckstücke bezeichnet werden. Diese außergewöhnlichen Terroirs besitzen alle natürlichen Voraussetzungen die für die Erzeugung einzigartiger Weine nötig sind.

Die aus stark lehmhaltigem Ton bestehenden Böden ruhen auf einer kalkhaltigen Unterschicht. Die Lagen Hochberg und Goldberg sind begünstigt durch die Sonneneinstrahlung und das besondere Bodengefüge frühreife Terroris. Dort führt die natürliche Regulierung des Wasserhaushaltes zu besonders tiefer Wurzelbildung.

Das totale Gegenteil sind die Lagen Kart und Steinriegel wo Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Welschriesling und Grüner Veltliner ihre Wurzeln haben. Diese Böden befinden sich in dem nordöstlichen Plateau von Deutschkreutz mit Blick nach Süden.

Die Weingärten deren Rebstöcke im Durchschnitt über 35 Jahre alt sind, bestehen zu 70% aus Blaufränkisch, zu 20% aus Zweigelt. Die restlichen 10% teilen sich Cabernet Sauvignon Grüner Veltliner und Welschriesling. Weitere Neuanpflanzungen sind in den nächsten Jahren geplant. So erfolgt die Reifung der Trauben, insbesondere des Blaufränkisch, jedes Jahr unter sehr günstigen Bedingungen.

Das besondere Terroir, das durchschnittlich hohe Alter der Rebstöcke, die im Weingut und der Weinerzeugung angewandte Philosophie, die Anlagen – alles wirkt zusammen und trägt zur Herstellung herausragender, unvergleichlicher Weine höchster Qualität bei.

BERNHARD ERNST

Originale keine Kopien. Weine die ihre Herkunft eindeutig erkennen lassen. Keine holzüberfahrenen, aufgeputschten Tannin Monster erschaffen, sondern burgenländische Weine voller Eleganz, Tiefgründigkeit und Finesse.

Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand in kleinen Kisten. Das Sortieren der Beeren erfolgt zur Gänze im Weingarten. Am Weingut werden viele verschiedene Vinifikationsmethoden vorgenommen wie zB. die Vergärung in kleinen offenen Bottichen wie sie seit hunderten von Jahren in Deutschkreutz üblich ist aber durch die Technologie moderner Methoden verdrängt wurde!

Bernhard Ernst verwendet ausschließlich klassische Methoden um seinem Leitspruch gerecht zu werden! Keine Konzentration des Mostes, kein Einsatz von Holzchips, künstlichen Tanninen, Reinzuchthefen oder Bakterien. Alle Weine werden spontan vergoren, lange auf der Hefe gelagert und je nach Jahrgang unfiltriert abgefüllt.

Weingut Ernst – ein echtes Garagenweingut. Die Garage als Ausgangspunkt für große Produkte, wie einst Guns’n’Roses oder Nirvana, Bill Gates und Steve Jobs, verfolgen wir ebenfalls große Ziele.

Quelle: http://www.gastronews.wien/2014/09/garagenweingut-bernhard-ernst/ 


Das Programm WEINGUT ERNST 2014

Ich möchte mich hier nochmal bei unseren vielen Fans bedanken die und am @Rotweinfestival besucht haben ...

Aber vorallem möchte ich mich bei meiner Crew bedanken ganz besonders bei meinem Mädl Bianca Wild für die tolle Unterstützung ...

Weiters Patrick Weitmann, Mum und Dad meine sister, Anni und Pep Wild, Michi Michi, Pamela Reumann, Janitsch Ewald und Roman Holzbauer, bei den Palatins, Andreas Palatin Claudia Krukich , Timo Möck und Tanja Möck und Desiree Schröder für den Gastwinzerbeitrag!! Falls ich jmd vergessen hab es sei mir verziehen ich werd's bei einem Glas baufränkisch wieder gut machen :-P


Ihr Ernst, Herr Ernst?

Der Captain schreibt ....

Gerhard Retter, Magister Willi Schlögl und der Captain trinken einen österreichischen Blaufränkischen, der sage und schreibe hundert Euro kostet. Kann ein Wein so viel wert sein? Ja, sagt der Captain. Unter besonderen Umständen. Eine außergewöhnliche Weinempfehlung.

Das hatten wir schon. Einen außergewöhnlich teuren Wein aus einem weniger außergewöhnlichen Weinbaugebiet.
Zuletzt ein Grüner Veltliner aus dem Weinviertel, heute ein Blaufränkischer aus dem Mittelburgenland. Von Bernhard Ernst, der dem Captain schon vor drei Jahren als extrem ehrgeiziger Weinmacher aufgefallen ist. Manches damals war erstaunlich gut, manches konnte sich vom Durchschnitt nicht abheben. Aber Bernhard Ernst ist jung. Und er will das Besondere. Jetzt hat er es hingekriegt. So viel ist sicher.

Denn sein Blaufränkisch 2009 ist ein großer Wein. Das kann man sagen. Und Ernst kann mit Holz umgehen. Der Wein lag bis zu 48 Monate in verschiedenen Barriques, das Holz ist erstklassig elegant eingebunden. Das Händchen hat Bernhard Ernst also. Und wir hoffen, er verliert es nicht. Denn ein Händchen für Holz haben nur wenige. So viele auch mit Holz operieren. Manche sollten es sein lassen. Bernhard Ernst nicht.

Super Säure.

Dieser Blaufränkisch ist eine Cuvée der beiden Lagen Hochberg und Goldberg, zwei unterschiedliche Bodenverhältnisse. Einmal sandiger Kalk, einmal Muschelkalk. Kalkböden sichern Schlankheit und Eleganz. Wenn ausreichend Säure mitspielt. Und das tut sie hier: 6,5 %. Dazu knochentrocken mit 1,4 Gramm Zucker. Der Alkohol ist freilich hoch: 14 %. Es werden wohl ein paar Kommastellen mehr sein.

Der Captain hat aber mit hohem Alkohol wenige Probleme, solange der Wein in der Balance ist. Das kennt er von seinem eigenen Weingut in der Toskana, wo es ihm schwer fällt, den Alkohol unter 14 % zu halten. Deswegen alle Kraft der Säure.

Einen Hunderter? Verrückt!

Doch zurück zum Preis. Hundert Euro geradeaus. Ist der Wein das wert? Gute Frage, aber leicht zu beantworten: Ja. Er kostet mehr als die Blaufränkischen von Velich oder Schiefer, die Aushängeschilder dieser österreichischen Sorte. Und Ernst tut gut daran, eine Grenze abzubilden. Dort wo er steht, wird so schnell nichts folgen. Ist der Wein so gut, wie andere vergleichbare österreichische Rotweine, die auch so viel kosten? Der Captain sagt ja, er kann probemlos mit dem Salzberg von Gernot Heinrich mithalten. Frage nur, ob Ernst seinem Spitzenwein die nötige Stabilität geben kann. Die nächsten paar Jahre.

Hundert Euro - warum nicht? Manche Weine Klaus Peter Kellers kosten inzwischen mehr. Aus Rheinhessen, auch nicht die tollste Weingegend der Welt. Wenn es jemand zahlt, warum nicht? Trotzdem, soll man das zahlen?

Mal fünf Jahre warten. Und staunen.

Ja. Eine Flasche für den Keller. Und fünf Jahre liegen lassen. Der Captain glaubt, dass dieser Wein dann zeigt, was in Österreich möglich ist. Auch, wenn nur ein kleiner, dafür aber engagierter und ehrgeiziger Winzer Hand angelegt hat. Kein großer Star. Dann, in fünf Jahren, sollte man diesen Blaufränkischen mit gleich teuren Weinen des gleichen Jahrgangs aus dem Burgund oder dem Bordelais vergleichen. Oder mit einem Guado al Tasso aus der Maremma. Und man wird überrascht sein, wie sich der Wein von Bernhard Ernst mühelos eingliedern wird. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Preis voll gerechtfertigt. Und einer muss den Anfang machen; zeigen, dass Rebsorte und Region auch erweitert für Großes garantieren.

Und keine Sorge: die teuren Weine der Toskana haben auch Platz für erstklassige andere Weine geschaffen, die deutlich billiger sind, den Großen aber immer auf den Fersen bleiben. Der Captain kann ein Lied davon singen. Aber nicht heute.

  • Blaufränkisch Bernhard Ernst 2009 für 100,00 Euro bei Rebenreich. Der Captain gibt 95/100 Punkte. Kategorie: große österreichische Rotweine

Quelle: Captain Cork